1.Müllaktion Poetry 25.05.2013

Engagierte Jugendliche unserer Schule mit im Boot

Artikel in der Freien Presse -  erschienen am 10.05.2013

 

Helfer sammeln Müll an Straßen und Waldwegen

 

"Poetry" ruft zu Aktion in Auerbach und Rodewisch am 25. Mai auf -

Zwei Schulen sind mit im Boot

 

 Auch in diesem Jahr soll es rund um Rodewisch und Auerbach eine Aktion geben, bei der Müll beräumt wird.

"Poetry" heißt das Ganze und hatte im letzten Jahr einen großen Erfolg. "Deshalb setzen wir einen drauf und rufen in diesem Jahr zu zwei Aktionen auf einer Frühlingsaktion am 25. Mai sowie Sommeraktion und Festival vom 9. bis 11. August", sagt René Eckert von den Organisatoren.

 

Die Frühlingsaktion ist eine reine Müllaktion. Die Stadtverwaltungen von Rodewisch und Auerbach sowie die Geschwister-Scholl-Schule Auerbach und das Pestalozzi-Gymnasium Rodewisch sind mit im Boot. "Seit nunmehr vier Jahren setzen wir ein Zeichen und versuchen, Menschen durch diese Aktionen zu einem nachhaltigen und vor allem korrekten Umgang mit Müll zu bewegen", sagt Eckert. Die Müllaktion findet von 9 bis 14 Uhr statt. Im Anschluss wird am Felsen am Poetenweg zwischen Sorga und Rodewisch gegrillt.

 

Die Frühlingsaktion wird dieses Jahr ausgedehnt. Es gibt zwei Treffpunkte. Der eine ist am Sportplatz Rodewisch (Auerbacher Straße), direkt am Radweg, welcher Auerbach und Rodewisch verbindet. Von dort aus werden Helfer zwischen Stadtpark Auerbach, entlang des Radweges durchs Freudental über den Stadtpark Rodewisch bis zum SAX und BSZW Rodewisch die Natur von herumliegenden Müll befreien. Der zweite Treffpunkt ist am Sportplatz Rützengrün, von wo aus die Helfer den Poetenweg vom Krankenhaus bis nach Brunn, sowie weitere Straßen und Waldwege in Rützengrün, Sorga und Brunn aufräumen. Weitere Informationen gibt es über Facebook. (ike)

 

 

Artikel in der Freien Presse - erschienen am 27.05.2013

 

Freiwillige durchforsten Wald und Park

 

42 Schüler und Erwachsene haben zur Poetry-Frühlingsaktion 2013 in Auerbach und Rodewisch weggeworfenen Müll gesammelt.

von Sylvia Dienel

Christin Scheffler, Sophie Hundt und Eric Polzin (von links) von der Geschwister-Scholl-Schule Auerbach haben sich an der Müllaktion im Freudental beteiligt. (Foto: Silke Keller-Thoss)
Christin Scheffler, Sophie Hundt und Eric Polzin (von links) von der Geschwister-Scholl-Schule Auerbach haben sich an der Müllaktion im Freudental beteiligt. (Foto: Silke Keller-Thoss)

Überflüssig Gewordenes einfach in der Natur abladen?

 

Niemals, versichern Valentin Pfeifer, Selina Petzold und Justin Wittke.

 

Die drei Neuntklässler gehen noch einen Schritt weiter:

Sie erscheinen am Samstagvormittag zur Poetry-Frühlingsaktion und befreien die Natur im Raum Auerbach und Rodewisch von anderer Leute Unrat, zusammen mit 39 Gleichgesinnten.

Zwölf Klassenkameraden haben denselben Ehrgeiz, außerdem Schüler des Rodewischer Pestalozzi-Gymnasiums, der Falkensteiner Trützschler-Mittelschule und andere.

 

Kein Freizeit-Ausflug

 

 

Für Valentin, Selina und Justin ist es der erste Einsatz dieser Art. Gedankenlose oder be-wusste Müllentsorgung auf Straßen, Wegen und in Wäldern nervt sie. „Erstens ist es schlecht für die Umwelt, und zweitens sieht es nicht gut aus, wenn Dosen rumliegen“, meint Justin Wittke. Ethik-Lehrerin Heike Paul sammelt mit. „Ihre Motivation ist durch das Projekt im letzten Jahr entstanden, die Schüler fanden es interessant“, erzählt sie. Ein Freizeit-Ausflug erwartet das Scholl-Team aber nicht. Die Sammlung sei Teil des Ethik-Unterrichts, merkt Heike Paul an, bevor sich die kleine Gruppe blaue Säcke und transparente Handschuhe schnappt und den Rodewischer Park durchkämmt.

 

 

Die seltsamsten Sachen

 

 

Von Treffpunkten am Sportplatz der Stadt und in Rützengrün schwärmen die Freiwilligen aus. Etwa 20 Kilometer liegen vor ihnen. Fünf Stunden später kehren letzte Sammler zurück und stärken sich am Grill. Währenddessen wandern ihre Fundstücke in stadteigene Container. Zwei werden gebraucht. „Vom Toilettenbecken und einem kompletten Autoradsatz über Gurkengläser mit Inhalt und Glysantin war alles dabei“, zählt René Eckert auf. Er organisiert die Müllsammlungen mit seinem Bruder Andreas und schüttelt immer wieder den Kopf. „Die Leute werfen die seltsamsten Sachen in den Wald.“

 

Bei Spaziergängen mit dem Hund kam den Auerbachern vor vier Jahren die Idee für die Aktion. Im Rathaus trafen sie auf offene Ohren. Nach Startschwierigkeiten entwickelte sich die Frühlingsaktion Andreas Eckert zufolge gut. „Daraufhin sind wir größer geworden mit Zelten, Campen und Grillen“, erzählt der 27-Jährige. Dieses Jahr soll es zwei Ausgaben geben: Im August steigt am Rodewischer Poetenweg noch eine Aktion inklusive Festival.

 

 

Mit der Müllsammlung möchten die beiden Brüder aufrütteln. „Es wird gerne gesagt, das können doch die machen, die keine Arbeit haben. Aus meiner Sicht ist das der falsche Weg“, erklärt Andreas Eckert und wünscht sich mehr Umsicht und weniger Bequemlichkeit.