Berufe schnuppern 2015

Klassenstufe 8

Zweimal konnten die Schüler der 8. Klassen in diesem Jahr an Arbeitserprobungen teilnehmen, um die Arbeitswelt kennen zu lernen und sich in verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren. Sie absolvierten 2 x 3 Tage praktische Arbeit in staatlichen oder privaten Bildungseinrichtungen, bei der HKW Plauen, in Berufsschulen in Auerbach, Plauen, Neustadt, Reichenbach, Lengenfeld und Falkenstein.

 

In diesem Projekt wurde klassenübergreifend in folgenden Berufsfeldern „geschnuppert“:

 

•  Elektrotechnik

•  Erziehung

•  Hotel- und Gaststättenwesen

•  Garten- und Landschaftsbau / Landwirtschaft

•  Bau / Holz

•  Dienstleistungsberufe (Friseur/Kosmetik, KfZ-Mechatroniker …)

•  IT-Berufe / Medientechnik

  

Hier geben einige ihre persönlichen Eindrücke wieder:

 

Bei meiner ersten Arbeitserprobung im Berufsfeld Pflege lernte ich viel über die Alten- und Krankenpflege/Versorgung kennen. Gelernt habe ich, wie man sich gegenüber Pflegebedürftigen benimmt, wie man sich um sie kümmert und wie man sie respektvoll behandelt. Auch erfuhr ich viel über Alten- und Pflegeheime bzw. Tagesstätten.

Besonders gut empfand ich die  Nachempfindungen mit Rollstuhl und Gehhilfen.

Ungewohnt waren das Verhalten, die Pflege (das Intime) und die Ansprache der Patienten. Nicht so gut schätzte ich die Theorie ein, da des Öfteren lateinische Begriffe verwendet wurden und es so schwierig war, den Erklärungen zu folgen. Gern hätte ich mehr über Logopädie und Ergotherapie erfahren und weitere Massagen aus der Physiotherapie kennen gelernt.

Das Praktikum war nützlich für mich, weil ich einen gewissen Einblick in verschiedene Therapien und Pflegen gewonnen habe und die Erklärungen und Vorstellungen sehr breit gefächert waren. Für mich ziehe ich die Schlussfolgerung, nicht den Beruf einer Kranken- oder Altenpflegerin zu erlernen. Meine Interessen decken sich jedoch mit dem Beruf als Logopädin oder Ergotherapeutin. Hier ist es wichtig, gut mit Menschen umgehen zu können und auf Probleme eingehen zu können. Kreativität ist wichtig. Ein gutes Gespür für jeden Menschen muss vorhanden sein. Daran werde ich in Zukunft arbeiten, um bessere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu haben.

 

Belinda Miezner, Klasse 8a

Ich konnte mir bei beiden Erprobungen einen Einblick in den Beruf und das Berufsleben verschaffen. Es ist mir sehr wichtig, an diesen „Berufe schnuppern – Tagen“ teilzunehmen. Hierdurch hat man es später bei der Berufswahl leichter. Gut gefallen hat mir in der KITA Knirpsenland, dass der ganze Tag nur aus Praxis bestand. Ungewohnt war für mich, dass in dem Kindergarten so viele Kinder sind, weil ich selbst in einem mit weniger Kindern war.

Meiner Meinung nach ist der Beruf einer Erzieherin nichts für mich, weil der Lärm mich sehr gestresst hat und ich jedes Mal zu Hause Kopfschmerzen hatte.

Ich fand jedoch den Beruf der pharmazeutisch-technischen Assistentin ganz interessant. Es hat mir auch viel Spaß gemacht, im Labor zu arbeiten und dort verschiedene Geräte bzw. Verfahren kennen zu lernen. Nicht so gut war die viele Theorie im IWB Plauen. Insgesamt hätte ich gern mehr über diesen Beruf erfahren. Auch hätte ich gern im IWB Plauen eine eigene Creme hergestellt, das hätte mir mehr Spaß gemacht.

Beide Praktika waren für mich nützlich, weil mir nun die Entscheidung etwas leichter fällt. Von den Noten her muss ich so bleiben oder mich verbessern, um in meinem jetzigen Berufswunsch gute Chancen zu haben. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und hoffe, bald den richtigen Beruf zu finden.

 

Lena Morgner Klasse 8a

                                                                                                                  

Impressionen von den Berufsfeldern Garten- und Landschaftsbau und Elektrotechnik

In diesem Praktikum habe ich gesehen, wie ein Labor ausgestattet ist, welche Tätigkeiten dort ausgeführt werden, um in diesen Berufen arbeiten zu können. Uns wurde dort gezeigt, wie man eine fotometrische Messung durchführt, wie man mikroskopiert und einen Objektträger färbt. Ich habe erfahren, welche Berufe wir erlernen können. Um einen der Berufe ausüben zu können, muss man studieren und viele Fachbegriffe beherrschen.

Anfangs war es umständlich, sich daran zu gewöhnen, dass es dort keine Pausenklingel gibt und die Lehrer uns mit „Sie“ anredeten. Nach einiger Zeit war das dann aber normal für uns. Die Lehrer und Betreuer waren dort sehr nett und haben uns alles ganz genau erklärt. Sie sind auf unsere Fragen eingegangen und haben uns das Schulgebäude gezeigt. Uns wurde erklärt, welche Tätigkeiten in welchem Raum auszuführen sind und wie die Geräte dort funktionieren. In den Laboren mussten wir Kittel tragen und teilweise auch Handschuhe. Das ist wegen der Hygiene wichtig. Es war jedoch kein Problem für uns.

Mir hat das Mikroskopieren besonders gut gefallen und ich hätte das auch gerne noch ein bisschen länger gemacht, aber wir hatten leider nicht so viel Zeit. Nicht so gut fand ich, dass wir keinen festen „Arbeitsplatz“ hatten und immer woanders waren…

Das Färben des Wurmfortsatzpräparates fand ich sehr interessant. Mir haben die drei Arbeitserprobungstage Spaß gemacht und ich war eigentlich mit fast allem zufrieden und fand es interessant. Die Arbeitserprobung war nützlich, da ich jetzt weiß, dass keiner der Berufe für mich in Frage kommt, weil ich lieber mit Menschen zusammenarbeiten und nicht den ganzen Tag im Chemielabor verbringen möchte. Ich finde es schwer, sich die ganzen Fachbegriffe, Formeln und Stoffe merken zu müssen.

 

Natalie Hartmann, Klasse 8c

 

Ich fand die beiden Erprobungen sehr nützlich, vor allem die im Bereich Gesundheit und Soziales in Reichenbach. Ich habe gelernt, dass es nicht so leicht ist, eine Krankenschwester zu sein. Die Umbettung des Dummys war schwierig, aber das Spritzen habe ich sehr gut drauf gehabt. An dieser Erprobung habe ich nichts zu kritisieren. Ungewohnt war, als wir draußen blind mit Krücken laufen und uns auf andere verlassen mussten. Dieses kleine Praktikum hat mir gezeigt, dass Krankenschwester ein harter Job ist, auch wegen des Schichtdienstes. Ich möchte gern diesen Beruf erlernen.

Die zweite Erprobung im Handel war ebenfalls sehr gut. Ungewohnt war die Arbeit an Scannerkasse und Registrierer, das Auseinanderhalten von echten und gefälschten Banknoten fand ich schwierig. Nützlich war die Arbeitserprobung insofern nicht, da ich schon vorher wusste, dass ich diesen Beruf nicht erlernen möchte.                                                       


Anna-Maria Flechsig, Klasse 8c


Die drei Tage im Kindergarten waren sehr schön. Ich war in der Bienengruppe, wo Kinder im Alter von 2 – 4 Jahren betreut werden. Es war ungewohnt für mich, auf einmal so viele kleine Kinder um mich herum zu haben und möglichst auf alle  wenigstens etwas aufzupassen. Doch am zweiten Tag zog Normalität ein. Ich hatte keinerlei Probleme mit den Kindern. Alle gingen offen auf mich zu und haben mich in ihren Alltag einbezogen und hatten mich gerne dabei. Am ersten Tag war ich noch oft bei den Kindern und durfte auch viel mit ihnen spielen, was dann in den nächsten Tagen leider nur noch selten der Fall war. Ich saß zwar manchmal mit den Kindern in einem Raum, doch ich bekam Aufgaben zugeteilt. So bastelte ich zum Beispiel für die Kinder und nicht mit ihnen. Am letzten Tag bereute ich eine Station und sah dadurch die Kinder auch nur wenig…

Ich habe in den drei Tagen viel über den Umgang mit Kindern gelernt. Mit der Erzieherin der Gruppe kam ich auch gut zurecht … In diesem Kindergarten leben sie nach den 5 Säulen des Kneipp‘, was sehr gewöhnungsbedürftig war.

Süßigkeiten gibt es nicht, sondern ausschließlich gesunde Sachen. Auch die Zeiten, die die Kinder fürs Essen hatten, fand ich nicht ausreichend. Was ich ebenfalls ziemlich fragwürdig fand, war, dass sie bei jedem Wetter an die frische Luft gehen, egal ob es regnet, stürmt oder schneit. Ich fand das Praktikum trotz allem nützlich, da ich jetzt weiß, wie es im Groben in einem Kindergarten abläuft. Ich würde eventuell in einem Kindergarten arbeiten wollen, aber in einem normalen. Damit ich gute Chancen hätte, müsste ich besonders in Kunst, Deutsch, und WTH gute Noten haben, da das die Fächer sind, die besonders gebraucht werden. Alles in allem fand ich es interessant, mal für ein paar Tage in einem Kindergarten zu sein, da ich besonders kleine Kinder sehr mag.


Pauline Kiesewetter, Klasse 8c

 

Impressionen aus den Berufsfeldern :

Hotel- und Gassttätten, Landwirtschaft, Bau, Holz, Kosmetik, Friseur, IT-Medientechnik und Medientechnik