Prädikat für barrierefreie Schule

Schon drei öffentliche Einrichtungen in Auerbach sind vom Behindertenbeirat des Vogtlandkreises gewürdigt worden.

Der Behindertenbeirat des Vogtlandkreises hat an die Geschwister-Scholl-Oberschule das Prädikat "Behindertenfreundliche Einrichtung" vergeben. Horst Helbig, Schulleiter Klaus Batsch, die 1. Beigeordnete des Landrates Anneliese Ring und der 2. Beigeordnete
Der Behindertenbeirat des Vogtlandkreises hat an die Geschwister-Scholl-Oberschule das Prädikat "Behindertenfreundliche Einrichtung" vergeben. Horst Helbig, Schulleiter Klaus Batsch, die 1. Beigeordnete des Landrates Anneliese Ring und der 2. Beigeordnete


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Silke Keller-Thoss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auerbach. Die Plakette "Behindertenfreundliche Einrichtung" hat der Behindertenbeirat des Vogtlandkreises bislang dreimal vergeben. Alle drei gingen an Einrichtungen in der Stadt Auerbach: die Geschäftsstelle des ÖPNV-Zweckverbandes, den Waldpark Grünheide und jetzt an die Geschwister-Scholl-Oberschule.

Inklusion bedeute Dazugehörigkeit, und die gehe nur, wenn Barrieren weniger werden, auch in den Köpfen, sagte Anneliese Ring, 1. Beigeordnete des Landrates zur Übergabe der Plakette. Schulleiter Klaus Batsch konnte darüber berichten, wie die derzeit sechs Integrationsschüler von den anderen Schülern angenommen werden. Als Beispiel nannte er Robin aus der 8. Klasse. Dass er sich in der Schule wohl fühlt, begründete mit eigenen Worten damit, dass er viele Freunde habe sowohl unter den Lehrern als auch den Schülern.

"Die materiellen Bedingungen dafür, dass Kinder mit einem Handicap bei uns lernen können, sind da", so Batsch. Schwieriger sei es für die Lehrer, für die er einen Altersdurchschnitt von 50 Jahren angab, dass sie den Umgang mit diesen Schülern nicht gelernt haben. Batsch begrüßt deshalb den Plan, zukünftige Lehrer schon im Studium auf das Thema Inklusion vorzubereiten.

Bei der Sanierung der Geschwister-Scholl-Oberschule 2012/13 wurde baulich möglich gemacht, dass auch Rollstuhlfahrer ohne große Probleme ins Haus kommen und sich darin bewegen können. Am Vordereingang gibt es neben der großen Treppe einen separaten Zugang zum Fahrstuhl, mit einer Klingel kann man um Einlass bitten. Außerdem gibt es zu den Räumen keine Schwellen und natürlich behindertengerechte Toiletten.

Auch bei weiteren Projekten in Auerbach sollen die Belange von Behinderten berücksichtigt werden. Oberbürgermeister Manfred Deckert nannte als Beispiel die neue Mehrfeldturnhalle oder das Mehrgenerationenwohnen Volkmarstraße. "In der Vergangenheit mussten wir lernen, wie wichtig das Thema ist, wir sind dankbar, dass wir diese Erfahrungen machen durften."

 

Freie Presse, erschienen 07.05.2015, von Heike Mann